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Im Rahmen der letzten Gesamtlehrerkonferenz der Luise-Büchner-Schule des Schuljahres 2018/19 wurden mehrere Kolleginnen und Kollegen verabschiedet:

Nach vier Jahren als Deutsch- und Englischlehrerin in Freudenstadt tritt Verena Braun die „Heimreise“ in die Pfalz an. In dieser Zeit hat sie sich besonders im Bereich des schülerorientierten Lernens verdient gemacht. Ihr Wissensschatz sowie ihre Erfahrung werden ein Gewinn für die Marie-Baum-Schule in Heidelberg sein.

Ute Weiß unterrichtet seit 2012 an der Luise-Büchner-Schule in den Fächern Deutsch und Englisch. Leider erhielt sie bis dato keine unbefristete Anstellung. Frau Weiß zeichnete sich im Bereich der Sprachförderung durch hervorragende Leistungen aus. Dabei ging es ihr nicht nur um die Vermittlung ihres facettenreichen Wissens, sondern auch um die Weitergabe von Lebenserfahrung. Es besteht jedoch die Hoffnung, dies im nächsten Schuljahr durch eine erneute Anstellung fortzusetzen.

Zudem wurden drei verdiente Lehrkräfte in den Ruhestand verabschiedet.  

Herbert Hug verlässt nach eigenen Angaben ein Stück „Heimat“. Der leidenschaftliche Fußballer war bereits in seiner Schulzeit  und später als technischer Oberlehrer eng mit der „Luise“ verbunden und prägte deren Zusammenhalt v.a. durch sein Amt als Verbindungslehrer, seine engagierte Pressearbeit sowie seine Bereitschaft, bei Engpässen jeglicher Art stets dem Kollegium zur Seite zu stehen.

Auch mit Renate Betz verlässt ein „Urgestein“ die Schule. Frau Betz war durchgängig seit 1980 an der „Luise“ tätig. 2002 wurde sie zur technischen Oberlehrerin ernannt. Der stets freundlichen und zurückhaltenden Lehrerin, die in vielerlei Funktionen in der Hauswirtschaft und darüber hinaus tätig war, wurde eine hohe fachliche sowie pädagogische Kompetenz bestätigt.

Eva Bilger trat 1993 ihren Schuldienst als Studienrätin an der Luise-Büchner-Schule an. 1998 wurde sie zur Oberstudienrätin ernannt und feierte 2006 ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Sie unterrichtete Ernährungslehre und Chemie (ELCH) an der Luise-Büchner-Schule. Klaus Schierle bezeichnete Eva Bilger in seiner Rede als „Musterbrecherin“, die in ihrer unkonventionellen Art neue, interessante Blickwinkel auf die Dinge ermögliche. (Bc, Bp)

Der Pirat der „Luise“ geht von Bord

Nach 40 Jahren im Dienst geht Ilona Gasser in den wohlverdienten Ruhestand: Entscheidend geprägt hat sie das Berufskolleg und die Einjährigen Schularten VAB und BEJ der Luise-Büchner-Schule. Zudem hat sie die Berufsfachschule Pädagogische Erprobung (BFPE) an die LBS geholt.

Ursprünglich wollte die Vollblutpädagogin nicht den Lehrberuf ergreifen, sondern Pirat werden. Diese Anekdote griff bei ihrer Verabschiedung die stellvertretende Schulleiterin, Petra Kubela, auf. Dass es doch kein Beruf auf hoher See werden sollte, zeigte sich bereits, als ihre Eltern Ilona Gasser auf eine Sigmaringer Klosterschule für Mädchen schickten. Ihr Studium absolvierte sie in Freiburg sowie einige Zeit in Schottland. Auf ihr Referendariat an der Gewerblichen Schule in Offenburg folgte im September 1983 die Festanstellung, die Ilona Gasser nach Freudenstadt führte.

Im Mittelpunkt ihres Denkens und Handelns standen stets die Menschen, die eine Schule ausmachen – die Schülerinnen und Schüler, die Kolleginnen und Kollegen. Die Tür stand immer offen, Ohr und Herz auch. Daran hat selbst ihre Beförderung zur Abteilungsleiterin 2009 nichts geändert; war ihr doch die Pädagogik viel wichtiger als ihre Verwaltungsaufgaben. Piraten leben eben gern nach eigenen Vorstellungen und greifen oft auf eher unkonvetionelle Methoden zurück, womit es der Seefahrerin Gasser gelang, das „Schiff ihrer Abteilung“ auch bei stürmischen Zeiten auf Kurs zu halten. Trotz ihres unbeugsamen Charakters und ihres eigenen Kopfes war sie stets ein Teamplayer, arbeitete immer mit mindestens einem Teampartner an ihrer Seite, da flache Hierarchien ihr immer ein Anliegen waren. Gasser erlebte auf ihrer langjährigen Reise durch den Schulalltag, in dem sie nahezu in allen Schularten unterrichtete, sowohl ruhige als auch turbulente Fahrwasser. Jetzt steuert sie aber neue Destinationen an: „Ich lenke meine Schritte nun in eine andere Richtung“. Von Ruhestand will sie nichts hören; wenn man sie fragt, was kommt, antwortet sie: „Noch ein Studium, vielleicht, Denkmalpflege, Kunsthandwerk und ganz oft, einfach wozu ich Lust hab.“ (Eh, So)