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Kunst am Bau - das Farbkonzept der Luise-Büchner-Schule

Der Architektur der Luise-Büchner-Schule unterliegt ein  Farbkonzept, das auf den Farben Gelb, Rot, Blau und Grün basiert und auch graue Flächen beinhaltet. Der Künstler Fritz Fuchs nahm die Bemalung der Betonflächen in Gängen und Zimmern mit transparenten, polychromen Farblasuren vor.  Farbverläufe entstanden und basierend auf den oben genannten Farben entstanden Schulhausgänge unterschiedlicher Farbgebung. Herr Fuchs wollte mit seinem Konzept den Flur als Erlebnisraum schaffen, der durch die Farbperspektive seine Geradlinigkeit zu verlieren scheint. Auf diese Weise sollte eine freie Atmosphäre und Transparenz im Schulgebäude entstehen.  In den Klassenräumen finden sich die Farblasuren der Gänge wieder, teilweise unterbrochen durch grau belassene Sichtbetonbereiche, die absichtlich nicht lasiert wurden, um anzudeuten, dass in der Schule noch viele Dinge zu vollenden sind, dass die Schüler noch an Wissen gewinnen und Gedanken weitergedacht werden. Es darf keinen Stillstand geben.

Insgesamt wollte der Künstler mit seinem Farbkonzept ein Spannungsverhältnis zu den hellfarbigen Holzpaneelen und dem klaren Glas der Trennwände aufbauen.

Fritz Fuchs hat sich über viele Jahre mit der farbigen Gestaltung von Schulgebäuden in Skandinavien und Mitteleuropa beschäftigt und möchte mit seinem Ansatz durch das farbige Kleid der Räume eine Sensibilisierung schaffen; Farben sollen auf einer non-verbalen Ebene wirken. Er selbst sagt zu seinem Werk: "In jeder architektonischen Situation ist Farbe anwesend und sichtbar. Die architektonische Gestalt der Klassenräume unterstützt die pädagogische Arbeit. Farbflächen und ihr Materialcharakter, Proportionen und Lichtführung bilden gemeinsam das, was wir als emotionale Raumwirkung empfinden."

Die Glasbausteinwand

Am Schulneubau der Luise-Büchner-Schule wurde Kunst am Bau durch eine Schülergruppe im Bildende-Kunst-Unterricht geplant und realisiert. Zur Verfügung stand eine neu erstellte, lange Glasbausteinwand im Untergeschoss der Schule. Unter Leitung der Kunsterzieherin Anke Menze wurde ein Konzept zur Illuminierung dieser Wand erarbeitet. Um das Leuchten von Farben zu ermöglichen, wurden auf der Rückseite der zahlreichen Glasbausteine 40 Leuchtstoffröhren in Grün, Blau, Rot und Gelb in verschiedenen Positionen installiert. In vier Gruppen entschieden dann die Schülerinnen und Schüler, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Intensität die Leuchtstoffröhren Farbe zeigen sollten. Besonderheit dabei: Die Farben mischen sich an der Wand. Das Resultat waren 32 variationsreiche Szenen zu den vier Themen Sonnenaufgang, Wasser, Wald und Chaos. Durch ständigen unaufhörlichen Wechsel in zeitgleichen Abständen ergibt sich folgerichtig eine dauerhafte farbliche Beleuchtung.

Das Schul - Logo

Das Schullogo der Luise-Büchner-Schule zeigt 5 Glasbausteine in verschiedenen Farben.

Grundlage für die Erstellung des Schullogos war einerseits das Farbkonzept der Schule mit den von Künstler Fritz Fuchs gewählten Farben Grün, Blau, Rot, Gelb und Grau und andererseits die Glasbausteinwand im Untergeschoss der Schule mit ihrer Vielzahl von einzelnen Glasbausteinen, die alle zusammen eine graue Wand bilden oder bei Bedarf ein farbenfrohes Kunstwerk zeigen.