Skip to main content

Am Donnerstag, dem 10. Oktober 2013, stand die Exkursion nach Straßburg an. Unser Ziel - Europaparlament. 90 Schüler der Jahrgangsstufe 2 des SG und EG machten sich auf den Weg dorthin. Im regnerischen Freudenstadt gestartet, landeten wir im sonnigen Straßburg.

 

Am  Europaparlament angekommen, wurden wir schon von den Fahnenmasten der 28 Mitgliedsstaaten empfangen. Das Gebäude selbst ließ bereits eine bestimmte Symbolik eines geeinten Europas erkennen. Auch die Empfangshalle vermittelte dieses Bild eines stark zusammenstehenden Europas, welches jedoch zugleich durch die offene Decke auch grenzenlos schien. Die Idee von einem starken geeinten Europa ohne Grenzen fand sich bildhaft in diesem Gebäude sehr gut wieder. Die gesamte Architektur wirkte in sich sehr stimmig und prunkvoll.

Nach einem kleinen Spaziergang durch das Gebäude fanden wir uns im zentralen Raum, dem sogenannten Plenarsaal, wieder. Die Besucherplätze erhoben sich etwa 30 Fuß über dem eigentlichen Saal und ließen keinen direkten Zugang zu. Ein bisschen so wie im Stadion.

 

Die Debatte, die dort tagte, erinnerte ebenfalls, zu unser aller Erstaunen, an einen solchen Besuch. Im Zentrum der Diskussion stand die bald stattfindende Preisverleihung des Sacharow-Preises an das pakistanische Mädchen Malala Yousafzai für ihr mutiges und friedliches Handeln gegen die terroristische Organisation der Taliban. Während die Verleihung des Preises auf große Zustimmung bei den Abgeordneten stieß, erlebten wir im Anschluss an die kurze Rede des Präsidenten zu dieser Preisverleihung, dass es nicht immer so friedlich zugeht. Als sich nämlich einige Abgeordnete zwar zur Geschäftordnung meldeten, dann aber politische Statements abgaben, wurden sie durch stadionähnliche Buh-Rufe niedergeschmettert, da sie gegen die Regeln des Parlaments verstoßen hatten.

Leider mussten wir nach einer Viertelstunde die belebende und  unterhaltsame Debatte verlassen und fanden uns kurz darauf in einem kleinen Vortagsraum wieder.

 

Begrüßt wurden wir in diesem Raum von einem Mann, der dies gleich gekonnt in mehreren Sprachen tat. - Schließlich sind wir hier im Europaparlament.  Durchweg unterhaltsam und humorvoll brachte er uns die Geschichte und Funktionalität des europäischen Parlaments näher. Dennoch hielt er gekonnt die Waage zwischen Ernst und Witz, so mancher Lehrer könnte seinen Unterricht durch solch agile Methoden aufwerten. Nach diesem netten Vortrag traten wir die Heimreise an.

 

Im Großen und Ganzen kann man von einem gelungenen und interessanten Ausflug sprechen. (Pascal Haas, Vincent Zeile, J2D)