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Der Pirat der „Luise“ geht von Bord: Verabschiedung von Ilona Gasser in den Ruhestand

Nach 40 Jahren im Dienst geht Ilona Gasser in den wohlverdienten Ruhestand: Entscheidend geprägt hat sie das Berufskolleg und die Einjährigen Schularten VAB und BEJ der Luise-Büchner-Schule. Zudem hat sie die Berufsfachschule Pädagogische Erprobung (BFPE) an die LBS geholt.

Ursprünglich wollte die Vollblutpädagogin nicht den Lehrberuf ergreifen, sondern Pirat werden. Diese Anekdote griff bei ihrer Verabschiedung die stellvertretende Schulleiterin, Petra Kubela, auf. Dass es doch kein Beruf auf hoher See werden sollte, zeigte sich bereits, als ihre Eltern Ilona Gasser auf eine Sigmaringer Klosterschule für Mädchen schickten. Ihr Studium absolvierte sie in Freiburg sowie einige Zeit in Schottland. Auf ihr Referendariat an der Gewerblichen Schule in Offenburg folgte im September 1983 die Festanstellung, die Ilona Gasser nach Freudenstadt führte.

Im Mittelpunkt ihres Denkens und Handelns standen stets die Menschen, die eine Schule ausmachen – die Schülerinnen und Schüler, die Kolleginnen und Kollegen. Die Tür stand immer offen, Ohr und Herz auch. Daran hat selbst ihre Beförderung zur Abteilungsleiterin 2009 nichts geändert; war ihr doch die Pädagogik viel wichtiger als ihre Verwaltungsaufgaben. Piraten leben eben gern nach eigenen Vorstellungen und greifen oft auf eher unkonvetionelle Methoden zurück, womit es der Seefahrerin Gasser gelang, das „Schiff ihrer Abteilung“ auch bei stürmischen Zeiten auf Kurs zu halten. Trotz ihres unbeugsamen Charakters und ihres eigenen Kopfes war sie stets ein Teamplayer, arbeitete immer mit mindestens einem Teampartner an ihrer Seite, da flache Hierarchien ihr immer ein Anliegen waren. Gasser erlebte auf ihrer langjährigen Reise durch den Schulalltag, in dem sie nahezu in allen Schularten unterrichtete, sowohl ruhige als auch turbulente Fahrwasser. Jetzt steuert sie aber neue Destinationen an: „Ich lenke meine Schritte nun in eine andere Richtung“. Von Ruhestand will sie nichts hören; wenn man sie fragt, was kommt, antwortet sie: „Noch ein Studium, vielleicht, Denkmalpflege, Kunsthandwerk und ganz oft, einfach wozu ich Lust hab.“