Wenn Kunst Fragen aufwirft und Antworten findet

Eine ungewöhnliche Verbindung aus Kunst und Prävention stand am 17.03.26 im Mittelpunkt einer besonderen Aktion an der Luise-Büchner-Schule.

Im Rahmen einer Kunstausstellung zum Thema „Handykonsum“ und „Gefahren im Netz“ konnten Schüler ihre Fragen direkt an eine Expertin der Polizei richten. Seit Anfang Februar hatten die Kunstkurse unter der Leitung von Kunstlehrerin Anke Menze Werke präsentiert, die sich kritisch mit Themen wie übermäßiger Bildschirmzeit, Cybermobbing und Persönlichkeitsrechten auseinandersetzen. Die Ausstellung regte Schüler dazu an, das eigene Verhalten im Umgang mit dem Smartphone zu reflektieren. 

Unter dem Motto „Schüler fragen – die Polizei antwortet“ besuchte Polizeihauptkommissarin Nicole Buljan die Schule und stellte sich den zahlreichen Fragen der Jugendlichen. Die Polizeiaktion wurde dabei gezielt mit den Inhalten der Ausstellung verknüpft. Die Gedanken und Irritationen, die beim Betrachten der Kunstwerke entstanden, mündeten direkt in konkrete Nachfragen an Frau Buljan. Von grundlegenden Unsicherheiten bis hin zu konkreten rechtlichen Fragen – etwa, ab wann man sich im Netz strafbar macht – nutzten viele Schüler die Gelegenheit zum Austausch. Begriffe wie „Cybergrooming“, „Sexting“ oder „Hate Speech“ wurden verständlich erklärt und eingeordnet. Ergänzend stellte die Polizei Plakate und Informationsmaterial zur Verfügung, die auch langfristig im Schulalltag genutzt werden können. Ein zentraler Aspekt dabei war der Hinweis, dass Zivilcourage auch im digitalen Raum gefragt ist. 

Unterstützt wurde die Aktion von der Schulsozialarbeit. Klaudia Luzia bot mit einer Fragenbox die Möglichkeit, auch anonym oder im Nachgang weitere Anliegen zu formulieren. Parallel zur Ausstellung lief zudem eine kreative Mitmach-Aktion der Kunst-AG. Unter dem Motto „Handy auch mal aus“ wurde zum bewussteren Umgang mit digitalen Medien angeregt. Im gesamten Schulhaus hängende Plakate erinnerten an das sogenannte „Handy-Fasten“. Darüber hinaus konnten Schüler eigene Ideen für Alternativen zur Handynutzung auf Post-its sammeln und an einer Stellwand teilen.