Vier prägende Persönlichkeiten sagen der Luise-Büchner-Schule Lebewohl

122 Jahre Schuldienst gehen in den wohlverdienten Ruhestand

Dieses Schuljahr verabschiedet unsere Schule Persönlichkeiten, die die Schule über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgeprägt haben. Gemeinsam stehen sie für insgesamt rund 122 Jahre engagierten Schuldienst.

Gabi Gaiser kann auf 32 Jahre an der „Luise“ zurückblicken: Diese begannen 1994 mit dem Referendariat, es folgten befristete Verträge und gemeinsame Kämpfe mit Schulleitung und ÖPR um eine Festanstellung – welche für die Boomer-Jahrgänge schwierig zu erlangen waren – bis 1998 zur erfolgreichen Ernennung zur Beamtin auf Lebenszeit und 2012 schließlich zur Oberstudienrätin. Zahlreiche Fortbildungen und Projekte im Bereich Ernährungslehre und Chemie, aber auch ihre Tätigkeit in der Aufgabenauswahlkommission für das BK1 sowie als ehrenamtliche Jurorin bei „Jugend forscht“ bezeugen Gabi Gaisers großes Engagement. Zudem schätzte Schulleiterin Petra Kubela ihre ehrliche, unkomplizierte und stets respektvolle Zusammenarbeit.

24 Jahre hat Thorsten Gildhoff das Schulleben aktiv mitgestaltet. Er entwickelte Unterrichtsmaterialien im Fach Informatik für berufliche Gymnasien in Baden-Württemberg, wirkte an Musterabiturprüfungen mit, leitete Fortbildungen für Lehrkräfte und engagierte sich darüber hinaus als Vorsitzender des Fördervereins der Schule. Hervorgehoben wurden seine fachliche Kompetenz, seine Hilfsbereitschaft und seine Verlässlichkeit. Sein außergewöhnliches Fachwissen, seine Geduld und sein Engagement als Klassenlehrer hinterließen bleibende Spuren. Für Gelächter sorgten Erinnerungen an seine legendären T-Shirts mit mathematischen Formeln und Insiderwitzen. Ebenso wurde hervorgehoben, dass er das Schulgesetz nahezu auswendig kenne und sich mit großer Sorgfalt um jedes Detail kümmere.

Julietta Gildhoff wurde für ihre fast 36-jährige Tätigkeit und ihr außergewöhnliches Verantwortungsbewusstsein geehrt. Sie engagierte sich weit über den Unterricht hinaus, leitete das HOGA-Team, arbeitete in der Abiturerstellungskommission mit und betreute angehende Lehrkräfte. Besonders gewürdigt wurden ihre Verlässlichkeit, ihr Blick für das Wohl der gesamten Schule und ihr unermüdlicher Einsatz für Kollegium und Schulgemeinschaft. Julietta Gildhoff wurde als wandelndes Nachschlagewerk beschrieben – augenzwinkernd auch „Julietta-Pedia“ genannt. Ob neue Regelungen, Fremdterminologie oder Fragen rund um Hauswirtschaft und HOGA: Sie hatte stets eine fundierte Antwort parat und prägte den Lernfeldunterricht ebenso wie die Entwicklung der ersten Materialien für das GFS-Training.

Dr. Joachim Diedrich prägte die Schule über 30 Jahre hinweg durch seinen vielseitigen Unterricht, seine Offenheit für neue Entwicklungen und seine positive Art. Besonders in Erinnerung bleiben seine langjährige Organisation der Berlinfahrten und Musicalausfahrten sowie sein Engagement als Teamleiter. In der Rede wurden seine Menschlichkeit, sein Humor und seine Begeisterung für den Lehrerberuf hervorgehoben. Bei Joachim Diedrich standen seine Bewegungsfreude und seine positive Lebenseinstellung im Mittelpunkt. Ob mit dem Fahrrad oder der Bahn auf dem Weg zur Schule, als eifriger Teilnehmer beim Stadtradeln oder als Marathonläufer – Bewegung gehörte für ihn selbstverständlich zum Alltag. Für den Ruhestand wünschten ihm die Kolleginnen und Kollegen viel Zeit für seine Enkel, Campingreisen, den Schrebergarten und den Chor.

Zum Abschluss blickten die Pensionäre selbst auf ihre gemeinsame Zeit an der Luise-Büchner-Schule zurück. Sie erinnerten an das Unterrichten in den Containern vor dem Bau des heutigen Schulgebäudes, an Klassenfahrten, Schulfeste, die Herausforderungen der Corona-Pandemie und die rasante Digitalisierung des Unterrichts. Schule sei für sie weit mehr gewesen als ein Arbeitsplatz. In der „Luise“ habe man gelebt. Mit einem Augenzwinkern verabschiedeten sie sich zugleich von Konferenzen, Korrekturen, kurzfristigen Stundenplanänderungen und der Urlaubsplanung nach dem Ferienkalender. Ihr besonderer Dank galt allen Kolleginnen und Kollegen für die offene Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und die vielen heiteren Momente.