Literatur wird greifbar

Kreative Ausstellung der J1 zur Abiturlektüre „Die Heimsuchung“.

Literatur interpretieren geht auch anders! Unter diesem Motto setzten sich die Deutschkurse der Klassenstufe J1 unter der Leitung ihrer Deutschlehrerin Lara Schmidt intensiv mit dem Roman „Die Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck auseinander. 

Das Werk gehört zu den aktuellen Abiturlektüren und thematisiert auf eindrucksvolle Weise die Verbindung von Geschichte, Erinnerung und Identität. Der Roman erzählt die Geschichte eines Hauses an einem See und der Menschen, die dort im Laufe des 20. Jahrhunderts leben. Das Grundstück bleibt über Jahrzehnte bestehen, während seine Bewohner wechseln. Ihre Leben sind geprägt von historischen Ereignissen wie der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus, dem Zweiten Weltkrieg, der Teilung Deutschlands und der Wiedervereinigung.

 

Um ihre Auseinandersetzung mit dem Roman kreativ zum Ausdruck zu bringen, entwickelten die Schülerinnen und Schüler individuelle Kunstwerke. Dabei entstanden sowohl plastische Exponate als auch eindrucksvolle Collagen, Bildkompositionen und selbst verfasste Texte. Die Werke greifen zentrale Motive des Romans auf und interpretierten sie auf ganz unterschiedliche Weise. Im Zentrum stehen hierbei die Geschichten der einzelnen Protagonisten und wie sich ihre Biografien in das Haus am See einschreiben.

 

Jedes Kunstwerk erhielt einen eigenen Titel, der die individuelle Interpretation der Schülerinnen und Schüler unterstreicht. Namen wie „Heimat im Koffer“, „Durch das Auge des Gärtners“ oder „Das Haus als Zeuge der Geschichte“ machen bereits auf den ersten Blick neugierig und zeugen von den unterschiedlichen Perspektiven auf den Roman. Die Kunstwerke sind in einer schulinternen Ausstellung zu sehen und eröffnen damit auch den nachfolgenden Klassenstufen einen anderen Blick auf diese außergewöhnliche Abiturlektüre.